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Neustart 2018 oder die Kunst des Planens

Teil 2

„Planung ist das halbe Leben!“ ist nur ein Beispiel der zahlreichen Zitaten und Weisheiten zum Thema „Planen“.
„Gut vorbedacht – schon halb gemacht.“ sagt der Volksmund und hat damit nicht weniger Recht.
„Planung ist gut – tun ist besser!“ sagen andere.
Wieder andere sind davon überzeugt, dass das Leben nicht planbar ist und John Lennon soll den Satz geprägt haben:
„Leben ist das, was passiert, während du dabei bist, andere Pläne zu schmieden.“
Aber wer hat nun recht?

Es gibt Menschen, die planen ihren Tag, die Wochen und Monate eines Jahres, ja ihr ganzes Leben, minutiös – und sind glücklich damit.
Und wenn etwas unvorhergesehenes passiert, passen sie einfach ihre Planung an – ganz einfach so und alles ist gut.
Andere kommen mit Planung überhaupt nicht zurecht, behaupten sogar, sie würden es regelrecht hassen.
Wobei man mit diesem Begriff sehr vorsichtig umgehen sollte.
Das sind die beiden Extreme – und was ist dazwischen?
Dazwischen tummelt sich die Masse der Menschen, die mal mehr, mal weniger der einen oder anderen Seite zugeneigt sind, am Ende aber nicht wirklich einen Plan haben, wo die Reise im Leben wirklich hingehen soll.

Wer auf hoher See die Richtung nicht kennt, keinen Plan hat, wird im schlimmsten Fall untergehen.

Photo: pixabay

Natürlich gibt es Menschen, die behaupten keinen wirklichen Plan für ihr Leben zu haben, die trotzdem erfolgreich sind.
Und am Ende mag das auch stimmen.
Allerdings sind das wenige Menschen, die einen inneren Kompass besitzen, der ihnen genau zeigt, wohin sie gehen sollen.
Das sind die, denen alles zuzufliegen scheint und die mit beiden Vornamen ERFOLG heißen.
Sie gehen unbeirrt ihren Weg im Leben und müssen nur die guten und hilfreichen Dinge links und rechts am Wegesrand aufsammeln.
Sie scheinen genetisch vom ERFOLG angezogen – oder er von ihnen.
Wenn Sie selbst nicht zu diesen Menschen gehören, sollten Sie sich Gedanken darüber machen, wie Sie mit Ihren Möglichkeiten größtmöglichen ERFOLG haben können.

Niemand plant zu versagen, aber die meisten versagen beim Planen.

Schauen wir uns die Praxis an.
Kein Unternehmen der Welt, das dauerhaft ERFOLG haben möchte, kann auf eine detaillierte Planung verzichten.
Jeder erfolgreiche Sportler hat einen Trainingsplan, der es ihm ermöglicht, zu bestimmten Ereignissen, wie Meisterschaften, seine beste Leistung abzurufen.
Keine Bank wird einen Kredit für ein Business oder ein Haus vergeben, ohne dass detaillierte Pläne vorgelegt wurden.
Und schließlich hat jeder, der ein Haus baut, einen Plan, den ein Architekt erstellt und ein Statiker geprüft hat.
Man stelle sich vor, welches Chaos auf einer Baustelle herrschen würde, wenn keine Pläne vorhanden wären.
Wie würde ein Auto, eine Waschmaschine, ein Smartphone aussehen, ohne einen einzigen Plan?

Mit den richtigen Plänen wird aus einem Haufen Steine und anderen Materialien ein Traumhaus.

Photo: pixabay

„Man kann ein Leben nicht planen.“ das ist eine klare und wahre Aussage.
Wenn man allerdings etwas differenziert und „planen“ nicht als absolute, unfehlbare Tatsache betrachtet, dann tut man sich bei diesem Thema viel leichter.
Wer plant macht Fehler.
Auf dem Weg von einem zum anderen Zwischenziel tauchen Unwägbarkeiten auf, die der Korrektur bedürfen und manchmal auch zum Scheitern führen.
Dann kommt das ins Spiel, was wir heute in unserer perfektionistischen Welt verlernt haben oder zumindest gerne verdrängen:
das Eingeständnis nicht perfekt zu sein, Fehler zu machen, sich korrigieren zu müssen.
Wer sich jedoch eingestehen kann, nicht fehlerlos durchs Leben zu gehen, der kann auch rasch Korrekturen an seiner Planung vornehmen.
Und wenn ein Plan gescheitert ist, auch eine Alternative finden.
Allerdings werden heute die gefeiert, die behaupten nur einen Plan A zu haben.
Wer einen Plan B oder gar C hat, setzt sich dem Vorwurf aus, nicht fokussiert genug zu sein, zu wenig Biss in der Sache zu haben.
Das mag bei dem einen oder anderen durchaus zutreffen; die Alternative im Hinterkopf zu haben, kann aber auch befreiend wirken und größere Sicherheit geben.

Man kann ein Leben nicht planen.

Vielleicht sollten wir uns bei unseren Planungen mehr an dem orientieren, was in der Seefahrt über Jahrhunderte funktioniert hat.
Da hatte man das klare Ziel, am vorbestimmten Ort zur vorbestimmten Zeit anzukommen.
Mangels moderner Technik, die heute vieles erleichtert, hat man sich auf dem Weg zum Ziel an Leuchttürmen, die auch bei schlechtem Wetter weithin sichtbar waren, orientiert.
Sie waren die Meilensteine auf dem Weg zum Ziel.
Die Unwägbarkeiten von einem Meilenstein zum anderen, wie Strömungen, Wetter und speziell Windverhältnisse, wurden mit viel Geschick und vielen kurzfristigen Korrekturen von Kapitän und Mannschaft gemeistert.
Dort hat man sich nicht gescheut Planungen zu korrigieren oder über den Haufen zu werfen – weil sie schlicht überlebensnotwendig waren.

Über viele Jahrhunderte waren Leuchttürme die einzige sichere Orientierung in der Seefahrt.
Sie waren die Meilensteine auf einer oft langen Reise auf hoher See.

Photo: pixabay

An dieser Stelle stellt sich die Frage, wie viel Planung kann, soll oder muss es sein?
Schwierige Frage – einfache Antwort:
Für jeden so viel, wie er für sich für notwendig erachtet!
Blöde Antwort?
Nein!
Wer ohne Planung gut „durchs Leben kommt“, der braucht sich nicht zwanghaft damit beschäftigen, nur um zu beweisen, dass er in dieser Richtung aktiv ist.
Auch wer mit seinem bisherigen Leben zufrieden ist, wird kaum auf die Idee kommen, durch gezielte Planung eine Veränderung herbeizuführen.
Wer allerdings mehr im Leben erreichen möchte – und das ist sicherlich die Mehrheit der Leser hier – der wird gut ber

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