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Neustart 2018
oder die Kunst des Scheiterns

Teil 1

Schon ist der erste Monat des Jahres wieder vorüber und wir fragen uns:
„Was ist aus den guten Vorsätzen für das neue Jahr geworden?”
Wo sind wir noch „im Plan” und wo haben wir schon aufgegeben?
Dieses Ritual wiederholt sich Jahr für Jahr und lässt Millionen gefrusteter Menschen zurück, die sich für den neuen Zeitabschnitt so viel vorgenommen haben – und wieder kläglich gescheitert sind.
Dabei ist es so einfach, wenn . . .  .

Man feiert mit Freunden, Nachbarn und guten Bekannten in feuchtfröhlicher Runde das Ende des alten Jahres und, verknüpft mit großen Erwartungen, den Beginn des neuen Jahres.
Und dabei sprudeln sie nur so aus uns heraus, die vielen guten Vorsätze, die wir uns zum Teil in der Vergangenheit schon vorgenommen hatten.
Gescheitert sind sie – oder wir? – an . . . – wir wissen es nicht so genau.

In fröhlicher Feierlaune werden gerade an Silvester viele gute Vorsätze gefasst.

Photo: depositphotos – pressmaster

Wer sich nach dem möglichen Silvesterkater noch an all seine guten Vorsätze, Wünsche und Ziele für das neue Jahr erinnert, käme mit ein paar einfachen Fragen schon im Vorfeld der Kernfrage näher, ob der Wunsch nach Veränderung überhaupt eine Chance auf ERFOLG hat.
Es handelt sich um die berühmten „W”-Fragen.

Sieben „W´s” und ein „L”

Die erste davon lautet: „Warum will ich die Veränderung?”
Für den, der abnehmen will, steht möglicherweise das bessere Körpergefühl und die Anerkennung seiner Umgebung im Vordergrund.
Den Raucher nervt der Gestank und der wenig erquickliche Ausflug vor die Tür, bei jeder Zigarette, die er lieber bequem auf dem Sofa genießen würde.
Die berufliche Veränderung, die auch eine räumliche mit sich bringen kann, dient nicht nur dem Ansehen, der Brieftasche und dem Ego, sondern bestenfalls auch der persönlichen Entwicklung.
Die Liste der möglichen Ziele lässt sich beliebig fortsetzen.
Die zweite Frage, die durchaus auch die erste sein kann, ist provokativ:
„Will ich die Veränderung überhaupt?”
Seltsam?  Nein!
Viele Vorsätze werden gefasst, weil irgendjemand in unserem Umfeld „es gerne hätte” – oder schlimmer noch, von uns fordert!
Da muss die Motivation schon sehr groß sein, um etwas zu verändern, das nicht wirklich aus unserer eigenen Motivation heraus geboren wurde.
Abnehmen, mit dem Rauchen aufhören, mehr Sport treiben, mehr Zeit für die Familie, weil die Partnerin, der Partner es will?
Fortbildung, eine neue Sprache, ein neues Lebensumfeld für einen neuen, besseren Job?
Die Antwort dafür muss schon klar und deutlich positiv sein, um nicht zum Motivationskiller zu werden.
Und schon sind wir bei der Frage: „Was bringst mir die Veränderung?”
Vermutlich ist das ein Punkt, der in den Vorüberlegungen kaum oder überhaupt keine Rolle spielt.
Dabei ist es elementar wichtig, einen Vorteil zu haben, wenn man sich möglicherweise monatelang angestrengt hat. Schließlich sind wir Menschen extrem auf Belohnung ausgerichtet.
Die Werbung macht sich das mit ihren „wenn – dann”-Sätzen zunutze, die bei uns eine geradezu magische Wirkung haben.
„Wenn du dieses Produkt benutzt, dann . . .  !”
Wir kennen alle diese Sätze.

Liebst Du Dein Ziel?

„Was brauche ich, um mein Ziel zu erreichen?”
Wer stellt sich diese Frage, wenn es um die Umsetzung guter Vorsätze geht?
Wenn wir ein Haus bauen oder auch nur einen Umzug oder einen Ausflug planen, ist es ganz selbstverständlich, dass wir darüber nachdenken, welche Hilfsmittel – heute sagt man Tools – gebraucht werden, für eine erfolgreiche Realisierung.
„Wer hilft mir dabei?”
In vielen Fällen sind wir es heutzutage nicht mehr gewohnt, um Hilfe und Unterstützung zu bitten, wo dies in der Vergangenheit ganz selbstverständlich war.
Aber längst ist bewiesen, dass ein öffentliches Commitment, also die Verpflichtung anderen Menschen gegenüber, ein selbst gestecktes Ziel zu erreichen, mehr als hilfreich für eine geplante Veränderung ist.
Die Bedeutung der Unterstützung durch positiv gestimmte Begleiter, die in schwierigen Situationen z.B. Mut machen, ist unbestritten.
Oftmals sind beide – Commitment und Unterstützer – unerlässlich.
„Will ich die Konsequenzen meiner geplanten Veränderung tragen?”
In vielen Bereichen lässt sich das mit einem klaren „Ja” beantworten.
Wie ist es aber, wenn ein Jobwechsel auch mehr Verantwortung, ein höheres Engagement und damit weniger Freizeit bedeutet?
Ein Ortswechsel den Verlust des Freundeskreises und des gewohnten Lebensumfeldes?
Jede Medaille hat bekanntlich zwei Seiten und es ist geradezu fahrlässig nur die vordere, die glänzende anzuschauen.

Gerade beim Tandemsprung ist gegenseitiges Vertrauen wichtig.

Photo: pixabay

Die letzte „W”-Frage schließlich lautet: „Wie belohne ich mich, wenn ich meine Veränderung geschafft, mein Ziel erreicht habe?”
Wir Menschen lieben, wie bereits angesprochen, Belohnungen und sind schon von Kindesbeinen an darauf aus, Anerkennung in jeglicher Form zu erfahren.
Unser ganzes Leben ist geprägt von dem Streben nach Belohnung.
Im Job reichen da lobende Worte nicht lange, da sollte über kurz oder lang dann schon eine Beförderung und ein höherer Gehaltsscheck herausspringen.
Sportler bekommen für herausragende Leistungen in der Regel Meistertitel, Pokale und Medaillen.
Die Belohnungen, die Sie sich gönnen sollten, sind Ihrer Phantasie überlassen.
Nach einem strammen Abnehmprogramm muss es ja nicht gleich die Sause im Burgerladen sein, mit der man den Erfolg feiert – die Rückfallgefahr dürfte zu groß sein.
Ein schönes Kleidungsstück in der neuen Größe ist da sicher angebrachter.
Ganz zum Schluss die provokative Frage: „Lieben Sie Ihr Ziel, Ihren guten Vorsatz?”
Bevor Sie jetzt vorschnell fragen, was diese Frage soll, überlegen Sie sich, wie oft Sie sagen: „Ich liebe . . .!”
Da ist es vielleicht die tolle Aussicht, das gute Essen, die herzlichen Menschen und dann auch gerne mal das schnelle Auto oder ein tolles Outfit.
Wenn Sie mit der gleichen Einstellung an Ihr Ziel denken und herangehen, sind Sie bereits einen entscheidenden Schritt zum Gelingen gegangen.

Es ist ein erhebendes Gefühl ein Ziel erreicht zu haben.

Photo: depositphotos – Michelle Piacquadio

Vielleicht ist bis hierhin klar geworden, warum viele gute Ziele nicht erreicht werden.
Warum wir immer wieder mit häufig den gleichen Zielen scheitern.
Und dass es mit etwas Vorbereitung durchaus möglich ist, auch große Vorhaben umzusetzen – privat und im Beruf.
Ganz ohne Planung geht es in beiden Fällen nicht.
An der Stelle darf an den Spruch erinnert werden:
„Die meisten Menschen planen ihren Urlaub besser, als ihr Leben.”
So traurig es ist, es entspricht leider der Wahrheit.

„Und plötzlich weißt du:
Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen.“

Meister Eckhart – (1260 – 1327)

Lassen Sie uns in den kommenden Wochen gemeinsam einen Weg beschreiten, der es Ihnen möglich macht, Veränderungen jeglicher Art in Ihrem Leben umzusetzen.
Im zweiten Teil zu diesem Beitrag werden wir einen weiteren Schritt dahin gehen.
Beantworten Sie in der Zwischenzeit für sich ganz alleine, anhand der sieben „W”- und der einen „L”-Frage, welche Veränderung in Ihrem Leben jetzt an erster Stelle steht.
Für den ersten Schritt dahin müssen Sie nicht wieder auf Silvester warten.
Beginnen können Sie zu jeder Zeit!

Jetzt!

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